Florian Pfaff – Klappentext seines Buches

Klappentext des Buches von Florian D. Pfaff, „Totschlag im Amt“ – „Wie der Friede verraten wurde“, HWK Verlag Wassertrüdingen 2008

Florian Pfaff wurde Berufssoldat aus Überzeugung. Gemäß dem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ wollte Pfaff, Jahrgang 1957, mithelfen, in einer hochgerüsteten Umgebung den Frieden zu bewahren. Florian Pfaff ist ein Friedensfreund in Uniform.

Der praktizierende katholische Christ weigerte sich daher im März 2003, an der logistischen Unterstützung des US-geführten Angriffs auf den Irak mitzuwirken. Er wurde daraufhin zur psychiatrischen Untersuchung in ein Bundeswehrkrankenhaus eingeliefert, mit Gefängnis bedroht und degradiert.
Dagegen legte er Berufung ein und wurde im Jahre 2005 durch das Bundesverwaltungsgericht rehabilitiert. In den Jahren 2006 und 2007 erhielt Florian Pfaff zwei Auszeichnungen für Zivilcourage, die Carl-von-Ossietzky-Medaille und den AMOS-Preis.
Das Buch von Florian Pfaff belegt auf beklemmende Weise, wie in Deutschland durch die Führungsspitze der Bundeswehr an der systematischen Verharmlosung von Angriffskriegen gearbeitet wird. Noch sind Angriffskriege durch die Verfassung und das Strafgesetzbuch verboten. Aber die Umetikettierung ist in vollem Gang. Hiergegen wendet sich die Kritik von Florian Pfaff.

„Bundeswehr und Ministerium müssen sich den Fragen zu den rechtlichen Grundlagen des militärischen Dienstes offensiv stellen, wenn das Vertrauen der Soldatinnen und Soldaten in die Rechtmäßigkeit ihres Tuns nicht Schaden nehmen soll.“ – Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, 2005, Drucksache 16/850, S. 10 –

„In unserem Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und Ethik stehen dem Gehorsamsanspruch des Dienstherrn das Recht und die Pflicht zur Gehorsamsverweigerung gegenüber, wo eben diese Rechtsstaatlichkeit und Sittlichkeit mit dem militärischen Auftrag nicht mehr im Einklang stehen, der Soldat damit außerhalb der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung gestellt würde.“ – General Klaus Naumann, Generalinspekteurbrief 1/1994 –

„Sie als Offizier werden begreifen, dass ich nur meine vaterländische Pflicht tat, wenn ich versuchte, der verbrecherischen Sinnlosigkeit, mit der Hitler Deutschland ins Verderben führt, entgegenzutreten.“ – Admiral Wilhelm Canaris, in der Nacht vor seiner Hinrichtung im KZ Flossenbürg am 09.04.1945. Durch Klopfzeichen übermittelt an seinen Zellennachbarn, einen dänischen Offizier.

Major Florian Pfaff ist Weltbürger, Mitglied von AWC Deutschland, http://www.worldcitizens.org/ AWC Deutschland e.V. – Deutscher Zweig der Vereinigung der Weltbürgerinnen und Weltbürger – Association of World Citizens – http://www.worldcitizens.de/  und  http://www.worldcitizens.org/.

“Die Weltbürgerorganisation Association of World Citizens (AWC), San Francisco, (USA), verleiht am 14. März 2008 auf der Leipziger Buchmesse Florian Pfaff den internationalen World Citizen Award 2008.  Zitat laut Pressemitteilungen: “Der Preis geht an Florian Pfaff in Würdigung seiner mutigen und ethisch begründeten Entscheidung, als Major der Bundeswehr im März 2003 zu Beginn des Krieges gegen den Irak seinen Dienst und seinen Gehorsam zu verweigern. Florian Pfaff sah in seinem Dienst die Unterstützung eines völkerrechtswidrigen Krieges.” (vergleiche Pressemitteilungen).artikel-juni-08_ haflor-awc1

Auf einer AWC-Tagung und an der Mitgliederversammlung von AWC Deutschland in Überlingen am Bodensee (2008 – 24. bis 26. Oktober) nahmen auch die AWC-Mitglieder Major Florian Pfaff und Hasso Bensien (Weltbürger Weser-Ems) teil und beschlossen, dass Florian Pfaff im Jahr 2009 auch im Raum Weser-Ems Vorträge hält. Wir Weltbürger der Initiative “Weltbürger Weser-Ems” freuen uns jetzt schon auf Florian Pfaff.

Weltbürger Weser-Ems, November 2008

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